Herkömmliche Computersysteme tun sich oft schwer, komplexe Aufgaben zu automatisieren, die mehrere Apps, Dateien und Arbeitsabläufe umfassen, und erfordern dabei ständigen manuellen Aufwand. Computernutzungsautomatisierung ändert das, indem sie KI-Agenten ermöglicht, digitale Umgebungen zu verstehen, mit ihnen zu interagieren und sie wie ein Mensch zu verwalten. Dieser Leitfaden erklärt, wie das funktioniert, welche praxisnahen Anwendungen es gibt und wie Tools wie Kimi Work Automatisierung, Dateiverwaltung und die Ausführung von Arbeitsabläufen vereinfachen.
Was ist KI-Computernutzung?
Computernutzung ermöglicht es einer KI, einen Computer über seine grafische Benutzeroberfläche zu bedienen – ähnlich wie ein menschlicher Nutzer. Statt sich auf APIs oder speziell entwickelte Integrationen zu verlassen, kann die KI erkennen, was auf dem Bildschirm angezeigt wird, und Aktionen wie das Klicken von Schaltflächen, die Eingabe von Text, das Scrollen von Seiten und das Navigieren durch Anwendungen ausführen.
Durch die direkte Interaktion mit der Benutzeroberfläche ermöglicht Computernutzung der KI, über verschiedene Desktop-Anwendungen und Websites hinweg zu arbeiten, ohne dass software-spezifische Integrationen nötig sind. So kann ein einziges KI-System eine Vielzahl von Arbeitsabläufen über dieselbe Oberfläche automatisieren, die Menschen tagtäglich nutzen.
Wie funktionieren Agenten für Computernutzung?
Agenten für Computernutzung umfassen in der Regel Fähigkeiten wie visuelle Wahrnehmung, das Erkennen von Bildschirmelementen, Planung und Ausführung von Aktionen – manchmal übernommen von separaten Komponenten, manchmal in einem einzigen multimodalen Modell vereint. Zunächst analysieren Vision-Modelle Screenshots und Oberflächenelemente, um zu verstehen, was auf dem Bildschirm passiert. Grounding-Komponenten versuchen anschließend, UI-Elemente wie die genaue Position von Schaltflächen, Menüs und Eingabefeldern zu lokalisieren – wobei die Genauigkeit variiert – und übersetzen visuelle Informationen in umsetzbare Ziele.
Anschließend zerlegen Planungssysteme das Ziel des Nutzers in eine Abfolge logischer Schritte und bestimmen die beste Vorgehensweise. Schließlich führen Ausführungskomponenten diese Schritte durch Klicken, Tippen, Scrollen oder Interagieren mit Anwendungen aus und überwachen dabei fortlaufend das Feedback, um ihr Verhalten anzupassen und die Aufgabe abzuschließen.
Computernutzung vs. herkömmliche Automatisierung
Bevor Sie KI-gestützte Arbeitsabläufe einführen, ist es wichtig zu verstehen, wie sich Computernutzung von herkömmlicher Automatisierung unterscheidet. Beide zielen darauf ab, manuellen Aufwand zu reduzieren und die Effizienz zu steigern, verfolgen aber grundlegend unterschiedliche Ansätze bei der Ausführung von Aufgaben und der Anpassung an sich ändernde Umgebungen. Der folgende Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede auf, um den am besten geeigneten Ansatz für konkrete betriebliche Anforderungen und die jeweilige Komplexität der Arbeitsabläufe zu bestimmen.
| KI-Computernutzung | Herkömmliche Automatisierung | |
|---|---|---|
| Grundlegender Ansatz | Nutzt KI-Agenten, die mit Computern wie Menschen interagieren, Benutzeroberflächen verstehen und Aufgaben eigenständig erledigen | Nutzt vordefinierte Skripte, Regeln und Arbeitsabläufe, um sich wiederholende Aufgaben auszuführen |
| Funktionsweise | Beobachtet Bildschirme, interpretiert Kontext, trifft Entscheidungen und führt Aktionen durch Klicken, Tippen und Navigieren aus | Folgt festen Vorgaben wie APIs, Makros, RPA-Regeln oder programmierten Schritten |
| Flexibilität | Hohe Flexibilität; bewältigt komplexe, mehrstufige, dynamische Arbeitsabläufe | Geringere Flexibilität; funktioniert am besten für stabile, vorhersehbare Prozesse |
| Lernfähigkeit | Kann sich durch KI-Modelle, Feedback und gesammelten Kontext verbessern | Lernt nicht, sofern Entwickler die Automatisierungsregeln nicht anpassen |
| Interaktion mit der Benutzeroberfläche | Interagiert direkt mit GUIs, Schaltflächen, Formularen, Dokumenten und visuellen Elementen | Ist häufig auf APIs, strukturierte Daten oder feste UI-Selektoren angewiesen |
| Einrichtungsprozess | Erfordert die Konfiguration des KI-Agenten, Ziele, Berechtigungen und Tool-Zugriff | Erfordert Workflow-Design, Skripterstellung und Wartung |
| Wartungsaufwand | Geringer bei sich ändernden Umgebungen, da die KI sich an UI-Änderungen anpasst | Höher, wenn sich Software, Layouts oder Prozesse ändern |
| Beispiele | KI-Agent, der Termine bucht, Informationen recherchiert, Dateien verwaltet und Workflows über mehrere Apps hinweg abschließt | E-Mail-Regeln, Skripte zur Datenextraktion, Bots zur Rechnungsverarbeitung und geplante Workflows |
Praxisbeispiele für Computer-Use-Agenten
Computer-Use-Agenten helfen Organisationen dabei, Aufgaben zu automatisieren, die traditionell eine manuelle Interaktion mit Software erfordern. Ihre Fähigkeit, sich in Benutzeroberflächen zurechtzufinden und Workflows auszuführen, macht sie für eine Vielzahl geschäftlicher und technischer Anwendungen wertvoll.
Softwaretests: Computer-Use-Agenten können mit Anwendungen genau wie menschliche Nutzer interagieren, indem sie Schaltflächen anklicken, Formulare ausfüllen und Workflows durchlaufen. Das hilft, Fehler schneller zu erkennen, reduziert den manuellen Testaufwand und verbessert die Softwarequalität.
Datenerfassung und Recherche: Diese Agenten können Websites durchsuchen, Informationen sammeln und Daten automatisch in strukturierte Formate bringen. Das macht Marktforschung, Wettbewerbsanalysen und die Datenerfassung im großen Stil deutlich schneller und effizienter.
Automatisierung administrativer Workflows: Computer-Use-Agenten können sich wiederholende Aufgaben wie das Planen von Terminen, das Aktualisieren von Tabellen und die Dokumentenverarbeitung übernehmen. Durch die Automatisierung von Routineaufgaben helfen sie Teams, Zeit zu sparen und operative Fehler zu reduzieren.
Unterstützung bei Entwicklung und Engineering: In Entwicklungsumgebungen können diese Agenten bei Debugging, Einrichtung der Umgebung und Tool-Interaktionen helfen. Dadurch verbringen Entwickler weniger Zeit mit manuellen Vorgängen und mehr Zeit mit der Lösung technischer Probleme.
Kundensupport: Computer-Use-Agenten können sich in CRM-Plattformen zurechtfinden, Kundeninformationen abrufen und beim Ticketmanagement unterstützen. Das hilft Support-Teams, schneller zu reagieren und dabei eine gleichbleibende Servicequalität zu wahren.
Automatisierung von Geschäftsprozessen: Organisationen setzen Computer-Agenten ein, um Workflows wie Rechnungsverarbeitung, Onboarding neuer Mitarbeiter und Berichtserstellung zu automatisieren. Das verbessert die Effizienz über Abteilungen hinweg und reduziert den Bedarf an sich wiederholender manueller Arbeit.
Lokale Dateien und Aufgaben automatisch mit Kimi Work verwalten
Kimi Work wurde entwickelt, um den Umgang mit lokalen Dateien und digitalen Aufgaben zu vereinfachen, indem manuelle Workflows in automatisierte, intelligente Prozesse verwandelt werden. Anstatt zwischen mehreren Tools zu wechseln oder wiederholt Routineaktionen auszuführen, können Nutzer sich auf KI-gestützte Automatisierung verlassen, um Dateien zu organisieren, Aufgaben auszuführen und Informationen effizient abzurufen. Das macht es besonders nützlich für Fachkräfte, die große Datenmengen, wiederkehrende Berichte oder komplexe mehrstufige Workflows verwalten.
Hauptfunktionen
Geplante Automatisierungsaufgaben: Mit Kimi Work können Nutzer wiederkehrende Aufgaben planen, die automatisch im Hintergrund ausgeführt werden. Das hilft, Berichte, Dateiorganisation und andere Routine-Workflows ohne manuellen Aufwand zu automatisieren.
WebBridge für autonomes Browsen: WebBridge ermöglicht es Kimi Work, Websites zu durchsuchen, mit Webseiten zu interagieren und selbstständig Informationen zu sammeln. Das ist besonders nützlich für Recherche- und Online-Datenerfassungsaufgaben.
Agent Swarm für die Ausführung komplexer Aufgaben: Kimi Work kann mehrere KI-Agenten einsetzen, die gleichzeitig an verschiedenen Teilen einer Aufgabe arbeiten. Das verbessert die Effizienz und hilft, komplexe Workflows effektiver zu bewältigen.
Autonomer Datenzugriff und Datenabruf: Kimi Work kann automatisch Informationen aus Dateien, verbundenen Systemen und Online-Quellen sammeln. Anschließend organisiert es die Daten zu nützlichen Ergebnissen wie Berichten, Zusammenfassungen oder Erkenntnissen.
Erweiterbare Plugins für zusätzliche Funktionen: Über Plugin-Integrationen kann Kimi Work mit externen Tools, Diensten und Geschäftssystemen verbunden werden. So können Nutzer die Funktionalität je nach spezifischen Workflow-Anforderungen erweitern.
Zielmodus für die kontinuierliche Aufgabenausführung: Im Zielmodus können Nutzer ein Ziel definieren und Kimi Work den Ausführungsprozess übernehmen lassen. Er plant fortlaufend, sammelt Informationen und erledigt Aufgaben, bis das Ziel erreicht ist.
Wie verwendet man den Zielmodus in Kimi Work?
Der Zielmodus in Kimi Work ermöglicht es der KI, auf ein definiertes Ziel hinzuarbeiten, anstatt nur eine einzelne Anfrage zu erledigen. Sie plant und führt fortlaufend die zur Erledigung der Aufgaben nötigen Schritte aus, was ihn ideal für die Verwaltung lokaler Dateien, das Organisieren von Ordnern und die Automatisierung mehrstufiger Desktop-Workflows macht.
Schritt 1: Kimi Work herunterladen und installieren
Besuchen Sie die offizielle Website und laden Sie die Kimi-Work-Desktop-App herunter. Sie können sie sowohl für Windows als auch für macOS herunterladen.
Schritt 2: Zielmodus in Kimi Work verwenden
Öffnen Sie einen neuen Arbeitsbereich und beschreiben Sie das gewünschte Ergebnis. Für die besten Ergebnisse sollten Sie Ziel, Anforderungen, Einschränkungen und Erfolgskriterien angeben. Sie können den Zielmodus aktivieren, indem Sie Ihrem Prompt den Befehl /goal hinzufügen.
Wenn Sie den Zielmodus für Ihre Aufgabe nicht benötigen, geben Sie Kimi einfach Ihren Prompt ohne /goal ein.
Prompt-Vorlage:
Beispiel-Prompt:
Wie erstellt man geplante Aufgaben mit Kimi Work?
Kimi Work ermöglicht es Ihnen, wiederkehrende Arbeitsabläufe zu automatisieren, indem Aufgaben so geplant werden, dass sie zu bestimmten Zeiten automatisch ausgeführt werden. Egal ob Sie tägliche Berichte, Recherche-Updates oder routinemäßige Datenverarbeitung benötigen – geplante Aufgaben stellen sicher, dass die Arbeit ohne manuellen Eingriff erledigt wird.
Schritt 1: Aufgabe manuell erstellen oder Chat nutzen
Starten Sie Kimi Work und öffnen Sie „Geplante Aufgaben“ im linken Navigationsmenü. Um einen wiederkehrenden Arbeitsablauf einzurichten, wählen Sie eine der folgenden Optionen:
Manuell erstellen: Konfigurieren Sie den Zeitplan, die Aufgabendetails und die Ausführungseinstellungen selbst.
Über den Chat erstellen: Beschreiben Sie den Arbeitsablauf in natürlicher Sprache, und Kimi Work erstellt die geplante Aufgabe automatisch.
Schritt 2: Beschreiben Sie Ihren wiederkehrenden Arbeitsablauf
Geben Sie einen Prompt ein, der den Arbeitsablauf beschreibt, den Sie automatisieren möchten. Geben Sie das Ziel der Aufgabe, den Ausführungszeitplan, die benötigten Dateien oder Datenquellen sowie den Speicherort für die Ergebnisse an. Kimi Work nutzt diese Angaben, um einen geplanten Arbeitsablauf zu erstellen, der automatisch zur festgelegten Zeit ausgeführt wird.
Sie können beispielsweise Routineaufgaben automatisieren, wie das Erstellen wiederkehrender Berichte, das Verfolgen von Website-Updates, das Organisieren lokaler Dateien oder das Sammeln und Zusammenfassen von Informationen.
Schritt 3: Überprüfen Sie das Ergebnis Ihres abgeschlossenen Arbeitsablaufs
Sobald die Ausführung abgeschlossen ist, überprüfen Sie die generierte Ausgabe. Je nach Aufgabe können die Ergebnisse Berichte, Zusammenfassungen, Tabellen, Rechercheergebnisse oder andere erstellte Dateien umfassen. Sie können die Ausgabe prüfen, bei Bedarf Anpassungen vornehmen und den Arbeitsablauf für zukünftige Durchläufe weiter verfeinern.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Computer Use und KI-gestützte Automatisierung die Art verändern, wie digitale Arbeit erledigt wird – weg von der manuellen Ausführung, hin zu intelligenten, autonomen Systemen. Mit Tools wie Kimi Work können Aufgaben wie Browsing, Terminplanung, Datenverarbeitung und Workflow-Management reibungslos im Hintergrund ablaufen, ohne dass ständig Nutzereingaben erforderlich sind. Dieser Wandel verringert nicht nur den betrieblichen Aufwand, sondern verbessert auch Geschwindigkeit, Konsistenz und Entscheidungsfindung in den Arbeitsabläufen.